Die Doppelkapelle St. Nikolaus

Es erhebt sich südlich der Klosterkirche unweit der Stadtmauer am Steilhang der Bode ein turmartiger, ursprünglich zweigeschossiger Bruchsteinbau mit getreppten Strebepfeilern. Der im 13. Jh. errichtete Bau, ursprünglich im Erdgeschoß mit Kapelle und im Obergeschoß mit Krankensaal, wurde im 17. Jh. zu Wohnzwecken umgebaut. Die an der Flußseite in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch schwach sichtbaren mittelalterlichen Putzritzzeichnungen (Kreuzigungsdarstellung) ist leider nicht erhalten geblieben.

im Obergeschoß einst mit Hospital

Doppelkapelle... Abthaus... Hospital...
Denkmal

An dieser Stelle finden Sie in zwangloser Folge die Sakralgebäude der Stadt.

Am Anfang stehen die Doppelkapelle, die Klosterkirche von außen und von innen:

Die Klosterkirche (auch Schloßkirche)

Die geplante zweitürmige Fassade wurde nicht ausgeführt, stattdessen die Halle um 1520 um ein viertes Joch verlängert und ein Westturm in Breite des Mittelschiffs errichtet. Durch den großen Turm bekam nicht nur der Kirchenbau selbst, sondern die gesamte Stadt schon von weithin eine erhebende Erscheinung. Der Baugrund verhinderte eine solche Ansicht auf Dauer und man reduzierte den Turm in der 1. Hälfte des 18. Jh. um etwa ein Drittel der Höhe und versah ihn mit einem kleinen Dachreiter.

Der 1004 geweihte romanische Ursprungsbau wurde bereits 1042 zerstört. Der durch Kaiser Heinrich III geförderte stattliche Nachfolgebau erstrahlte dann im Jahr 1060. Dieser Bau besaß eine kreuzförmige Ostpartie aus Querhaus, Chorquadrum und drei Apsiden, ein dreischiffiges Langhaus und einen westlichen Emporenbau. Von der einstigen Krypta sind im südlichen Chornebenraum nur noch Fragmente sichtbar.

200 Jahre später führte ein erneuter Brand zu einer Erneuerung der Kirche. Bis auf die Krypta fanden die Mauern aus dem 11. Jh. Wiederverwendung

Im Inneren ist eine Abbildung der Nienburger Klosterkirche auf einem Gemälde von Lucas Cranach zu sehen, die an einen Dom erinnert.

Tritt ein in den Dom!
Denkmal

Foto: Panse 

Blick von Osten

 
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